Man mag es in Anbetracht der äußeren Temperaturen kaum glauben, aber in 42 Tagen ist bereits Weihnachten. Doch auch wenn unsere australisch anmutende Vorweihnachtszeit nicht an Weihnachten oder eine weiße Bescherung erinnert, so erklingt in den Ohren der Erwachsen langsam aber sicher die Melodie von Advent, Advent. Die ersten Geschenke liegen bereits irgendwo im Schrank versteckt und die Organisation der Familienfeierlichkeiten ist in vollem Gang. Während die Männer noch keinen Gedanken an die Geschenke für die Liebsten verschwenden, widmen sich in vielen Häusern die Frauen wieder der Aufbereitung der Weihnachtsdekoration. Mit dabei: Kerzen.

Denn was, wenn nicht der Kerzenschein, ist romantischer und weihnachtlicher als der wärmend geblich schimmernde Schein von Kerzen, die die vier Wände in ein angenehmes Licht hüllen. Was auf der einen Seite eine wohltuende Atmosphäre herbeiführt, sorgt im nächsten Moment für Entsetzen und Panik, wenn die Flammen um sich schlagen. Die friedlich klingenden Strophe zum Advent, wird dann fürwahr: Advent, Advent, ein Lichtlein brennt! Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann stehen die Flammen in der Tür.

Alle Jahre wieder …

Während in der Sommerzeit die Einbruche – wie zuletzt – zunehmen, so steigen die Brandzahlen im Dezember auf ein Jahreshoch an. Dazu habe ich ein paar Zahlen bei der GDV herausgesucht:

  • Im Dezember 36 Prozent mehr Feuerschäden als in den übrigen Wintermonaten
  • 2011 verursachten 12.000 Brände 34 Millionen Euro Schäden
  • Anzahl der Brände seit 2009 mit 12.000 Fällen unverändert

Das lässt sich auch grafisch wunderbar belegen.

Brände sind teuer - GDV Kosten pro Adventsbrand steigen - GDV

Weihnachtsgeschenke sind versichert

Es gibt aber einen Grund zum Aufatmen. Kommt es zu einem Brand, bieten die Hausrat- und Wohngebäudeversichrung den passenden Versicherungsschutz: Die Hausratversicherung ersetzt sämtliche Schäden, die beispielsweise durch Feuer oder Löschwasser an Einrichtungsgegenständen entstehen – selbst ruinierte Weihnachtsgeschenke sind mitversichert. Das gilt auch für Schäden durch die Feierlichkeiten an Silvester.

  • Hausratversicherung: Ersetzt Schäden, die z. B. durch Feuer oder aber auch Löschwasser an Einrichtungsgegenständen entstehen – sogar ruinierte Weihnachtsgeschenke sind mitversichert.
  • Wohngebäudeversicherung: Ersetzt Schäden, die beispielsweise durch explodierende Feuerwerkskörper am Gebäude entstehen.
  • Private Haftpflichtversicherung: Tritt ein, wenn ein Partygast in einer Wohnung durch einen Feuerwerkskörper einen Schaden anrichtet.
  • Kaskoversicherung: Werden Autos durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt oder durch eine Explosion beschädigt, tritt die Kaskoversicherung für den Schaden ein. Die Vollkaskoversicherung leistet darüber hinaus Schadenersatz, wenn Autos in der Silvesternacht mutwillig ramponiert werden, ohne dass der Schuldige ermittelt werden kann.
  • Private Unfallversicherung: Wer sich beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern verletzt und dabei einen dauerhaften Schaden davonträgt, erhält Leistungen aus der privaten Unfallversicherung. Heilbehandlungskosten sind allerdings Sache der Krankenversicherung.

Die allerbeste Versicherung nützt aber dann nichts, wenn man sich unvorsichtig verhält. Man kann bereits im Vorfeld für Schutzmaßnahmen sorgen. Der Christbaum sollte erst kurz vor dem Fest gekauft bzw. aufgestellt werden. Bis dahin empfiehlt es sich den Baum mit dem Stumpf ins Wasser zu stellen. Das hält ihn nicht nur grün, sondern sorgt auch für eine ausreichende Astfeuchte, was ihn weniger entflammbar macht.

Weiter sollte man etwa beim Aufstellen darauf achten, dass man den Baum weder vor den Kamin stellt, noch mit ihm Fluchtwege versperrt. Dass das Fest die Liebe auch in anderen Aspekten die Normalzustand sprengt und uns auf unbekannte Pfade führt, zeigt eine wunderbare Infografik von Die Zeit.