Die Jahresendabrechnung kommt bestimmt, nicht selten müssen Verbraucher eine Nachzahlung leisten. Dabei ist das Potenzial zu sparen groß. Viele Gaskunden sind schon ewig bei Ihrem Anbieter und rutschen damit in die sogenannte Grundversorgung. Das sind Tarife, in die ein Kunde automatisch rutscht, wenn er noch nie etwas an seinem Tarif verändert hat. Ca. 30% der Verbraucher, die mit Gas heizen, sind noch in einem Grundversorgungstarif. Gasanbieter wechseln lohnt sich deshalb noch vor der kalten Jahreszeit.

So treffen Sie die richtige Wahl

Achten Sie bei einem Wechsel des Gasanbieters vor allem auf eine monatliche Zahlweise, vermeiden Sie Tarife mit Vorauskasse. Das gleiche gilt für Pakettarife, bei dieser Variante müssen Sie ein gewisses Kontingent für zwölf Monate im Voraus bezahlen. Hat der Anbieter, den Sie sich herausgesucht haben eine Preisgarantie in seinem Tarif, dann muss diese mindestens 1 Jahr abdecken bzw. die Erstvertragslaufzeit.

Lassen Sie sich nicht von tollen Boni täuschen, diese dienen lediglich zur Neukundengewinnung, sind jedoch oft mit unfairen Bedingungen verbunden. Den versprochenen Vorteil haben Sie in der Regel nur im ersten Vertragsjahr, spätestens im Folgejahr gibt es diesen nicht mehr und die Ersparnis ist so gut wie hinüber. Haben Sie auch ein Auge auf die Kündigungsfristen, diese sollten nicht länger sein als 6 Wochen zum Ende der Laufzeit. Verpassen Sie diese Kündigungsfrist ist es wohl besser Sie haben einen Anbieter der Sie nicht um weitere 12 Monate an sich bindet. Evtl. können Sie Ihre Chance nutzen, wenn sie bei einer Preiserhöhung, über ein Sonderkündigungsrecht aus dem Vertrag kommen.

Die alternative zum Anbieterwechsel

Prüfen Sie vor einem Wechsel des Anbieters zuerst, ob Sie nicht vielleicht auch schon bei Ihrem Versorger sparen können. Informieren Sie sich welchen Tarif Sie abgeschlossen haben und ob es evtl. für Ihre Heizgewohnheiten einen besseren und natürlich einen günstigeren Tarif gibt. Erst dann sollten Sie die Alternativen vergleichen. Im besten Fall sparen Sie auch ohne Wechsel des Gasanbieters.

Wenn alle Stricke reißen

Ihre Gasversorgung wird auch während eines Wechsels nie unterbrochen sein, denn der Versorger vor Ort ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Gasversorgung bzw. die Übergabe reibungslos über die Bühne zu bringen. Der Netzbetreiber wird auch bei einem Wechsel der gleiche sein. Um die Kündigung kümmert sich in der Regel der neue Gasanbieter. Eine Ausnahme wäre die Kündigung über das Sonderkündigungsrecht, dann sollten Sie dies selbst in die Hand nehmen.